Bioenergie
Wächtersbach GmbH
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Der Brennstoff

Der Energieträger ist Holz. Es handelt sich um naturbelassenes Holz, kein Abfallholz, sondern direkt aus dem Wald oder der Landschaftspflege stammendes Durchforstungs- oder Restholz, welches vorher keiner Bearbeitung oder Behandlung außer der Ernte, dem Hacken und Aufbereiten unterworfen war.

Holz ist vor allem ein CO2- neutraler Brennstoff, der in Deutschland bisher überwiegend als Scheitholz in privaten Holzöfen ungeregelt verbrannt wird. CO2-neutral ist Holz, weil es fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas ersetzt und nachhaltig gewonnen wird. Das bedeutet, dass langfristig aus einem Gebiet nicht mehr Holz genutzt wird, als gleichzeitig nachwächst. Das heißt selbstverständlich auch, dass Holz nur in dem Umfang genutzt werden kann, wie es die Natur dauerhaft zur Verfügung zu stellen in der Lage ist.

Deutschland hat sich ehrgeizige politische Ziele zur notwendigen CO2 Reduktion bei gleichzeitigem Erhalt des Lebensstandards gesetzt. Um diese zu erfüllen, müssen wir die vorhandenen Potentiale unter Berücksichtigung aller gesellschaftlicher Wünsche erschließen.

Es besteht vielfach die Sorge, die Nachhaltigkeit könnte verletzt, sprich der Wald könnte verheizt werden. Diese Sorge ist unbegründet, da in Deutschland der Nachhaltigkeitsgedanke in der Forstwirtschaft vor über 200 Jahren entstanden ist und seitdem ständig weiterentwickelt wird. Die Wirtschaftswälder in Deutschland werden auch bei der Gewinnung von Energieholz nicht anders bewirtschaftet als es bisher schon der Fall ist. Holzsortimente, die sich wirtschaftlich dafür eignen, werden dann der Verbrennung zugeführt. Dabei handelt es sich um bei jeder Holzernte anfallende schlechte Qualitäten. Für den Waldbesitzer entsteht eine dauerhafte und verlässliche Abnahme zu marktüblichen und weitgehend stabilen Preisen, die wenig von konjunkturellen Schwankungen betroffen sind. Es wird also kein Wald zur Verbrennung abgeholzt, sondern er wird weiterhin in nachhaltiger Weise bewirtschaftet.

Das Potential von holzartiger Biomasse für energetische Zwecke kann im Main-Kinzig-Kreis pro Jahr ca. 35 Millionen Liter Heizöl ersetzen. Das bedeutet, dass in jeder Stadt und Gemeinde in unserem Kreis eine Anlage von unserer Größe entstehen könnte und immer noch würde das im Kreis nachwachsende Holz ausreichen.

Und hier liegt genau der Unterschied zu den endlichen Ressourcen wie Öl und Gas, die in einigen Jahren aufgebraucht sein und die Atmosphäre mit CO2 angereichert haben werden. Wir nutzen das, was nachwächst. Öl und Gas sind endlich, werden immer weniger verfügbar und damit immer teurer. Nachhaltigkeit ist in der Forstwirtschaft ein zeitloser Begriff und wird am besten gewährleistet durch:

  • eine Erhaltung der Waldfläche
  • Waldvermehrung
  • Erhaltung der Produktivität und Vitalität des Bodens.

Am besten wird das dadurch erreicht, dass der Wald neben allen anderen Funktionen auch einen hohen direkten wirtschaftlichen Wert besitzt, also dass er bewirtschaftet wird. Eine weitere Brennstoffquelle ist Holz aus der Landschaftspflege. Das Landschaftspflegeholz setzt sich zusammen aus Straßen und Eisenbahnbegleitgrün, Heckenschnitt, Holz aus Gewässerunterhaltungen und aus Siedlungsbereichen. In der Landschaftspflege wird das vorhandene Biomassepotential in unserer Region bisher noch gar nicht genutzt. Große Mengen Hackschnitzel werden entlang der Straßen in die Böschungen geblasen. In anderen Teilen Europas ist Biomasse bereits ein wertvolles Wirtschaftsgut.
Für die Gemarkungen von Wächtersbach mit seinen Ortsteilen kann von einer jährlich nachhaltig verwertbaren Holzmenge von mindestens ca. 3.000 Kubikmetern ausgegangen werden.

Die Verwertung von Biomasse stärkt die Strukturen in ländlichen Gebieten, d.h., sie schafft und erhält Arbeitsplätze und Wertschöpfung.  Das Holz wird in Wächtersbach mittels Container-LKW über den Messeplatz angeliefert. Für den durchschnittlichen Verbrauch sind zwei Fuhren pro Tag erforderlich.